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Waldtraut Levin: Die geliebte vom Nil (2007)
Die Autorin Waldtraut Lewin versucht, die Geschichte historisch korrekt nachzuerhzählen und alles interessant in einen Roman zu verpacken. Dabei kommentiert sie selbst ständig die Ergebnisse (teilweise unter Floskeln wie "Wie wir ja bereits wissen, ...") und erklärt, was passiert, schildert Kriegshandlungen und gibt auch öfters zu, dass die Geschichtsschreibung auch nicht ganz genau bescheid wusste. Daher erzählt sie die Story oft, wie es ihrer Meinung nach am besten passt, aber nie ohne dies zu verheimlichen. Das ist für alle, die sich mit dem Roman irgendwie bilden wollen, sicher sehr interessant. Wer jedoch einen typischen Roman erwartet, ist hier definitv falsch. Durch die vielen Kommentare und Erklärungen kommt der Erzählfluss oft ins stocken und überhaupt bietet die Geschichte meiner Meinung nach keinen Stoff für 304 Seiten.
Fazit: Mir gefiel der Roman trotz der Kritik oben ganz gut. Da ich von der Antike peinlicherweise wirklich gar keine Ahnung hatte, fand ich die Idee, sie mir mit einem Roman zumindest etwas näher zu bringen interessant. Meinen "Lernzuwachs" schätze ich schon als hoch ein - ich konnte mir zumindest einige wichtige Fakten leicht merken. Und so trocken wie ein Sachbuch war es auch keineswegs.
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